galerie an der fabrik
1987 Gründung der Galerie an der Fabrik in Spital am Pyhrn, einem kleinen Dorf im südlichen Oberösterreich am Nordrand der Kalkalpen.
Ein Schuhmachmeister verlässt aus Altersgründen seine Werkstätte und Wohnung in einer Jugendstilvilla und zieht ins Altenheim. Nach der mehrmonatigen Lüftungsphase, der Geruch von getragenen Schuhen und Lederfett durchzieht noch viel länger die Räume, beschließen Thomas und Rudolf Mark (Unternehmer und Eigentümer der Villa und der angrenzenden Metallwarenfabrik GmbH & Co KG) die kulturelle Nutzung der Räumlichkeiten. Die schon immer kulturell und musikalisch tätige Familie Mark sucht Kontakt in der Künstler- und Galerieszene.
Thomas Mark und seine schon seit ihrer Schulzeit an bildender Kunst interessierte Frau Maria gründen die Galerie an der Fabrik. Sie lernen den jungen Grazer Künstler Walter Köstenbauer kennen, der ihre Kenntnisse in Kunstgeschichte, Malerei- und Grafiktechniken vertieft und die Kunstleidenschaft der beiden noch mehr entflammt.
Walter Köstenbauer ist auch der erste Künstler, der in der Galerie an der Fabrik ausstellt. Durch Köstenbauer lernen die Marks auch seinen Lehrer, den Weizer Künstler Hannes Schwarz kennen, der mit seiner qualitätsvollen künstlerischen Arbeit und mit seinem philosophischen Wissen um die menschliche Existenz die Galerietätigkeit der beiden dauerhaft prägt.
Das Lebenswerk des Malers Hannes Schwarz wird zum Qualitätsmaßstab für die Galerietätigkeit und der Grundstock der Privatsammlung Thomas und Maria Mark.
Die Ausstellungstätigkeit orientiert sich nicht an den „Topstars“ der Kunstszene, die ja ohnehin genügend Ausstellungsmöglichkeit haben und auf Kulturseiten und Klatschspalten weitere Präsentationsmöglichkeit finden. Thomas und Maria Mark freuen sich junge, noch ziemlich unbekannte Künstler präsentieren zu dürfen und ebenso schon reifere Künstler, deren hohe Arbeitsqualität ihre Präsenz in den Medien bei weitem übertrifft.
Dies ist möglich durch das Mäzenatentum und durch das Sponsoring der Mark Metallwarenfabrik, die die Kosten der jeweiligen Ausstellung übernimmt.
Die Urlaube verbingen Thomas und Maria Mark in Kärnten. Dort entstehen zahlreiche persönlich Freundschaften mit Kärntner Künstlern, die ebenfalls in Ausstellungen münden. (z.B. Valentin Oman, Peter Krawagna, Suse Krawagna)
Künstler mit Wurzeln im regionalen Umfeld der Galerie wie z.B. Rudi Stanzel, Ulrich Waibel, Katharina Oder stoßen dazu. So gibt es in der Galerie an der Fabrik von 1987 bis zum Jahr 2000 mehr als 50 Ausstellungen mit Künstlern, wie Hans Hoffmann-Ybbs, Gisela Grill, Kurt Steinberg, Jorrit Tornquist, Heinz Göbel, Rainer Füreder, Susanne Baumhakel, Silvia Kummer, Gerhard Eilmsteiner.
Auf seinen Geschäftsreisen und vor allem durch die Kunstreisen mit den beiden führenden oberösterreichischen Ausstellungsmachern und Museumsleitern Prof. Peter Baum (Neue Galerie Linz) und Mag. Dr. Peter Assmann (OÖ Landesmuseum, OÖ Landesgalerie Linz) lernt Thomas Mark internationale Positionen der Kunst und internationale Künstler kennen.
Es entsteht auch eine Galerie-Achse Wien (Atelier Siebenbrunnengasse) - Florenz/Prato (Sergio Tossi Arte Contemporana) und der Galerie an der Fabrik. Künstler wie W.M. Pühringer, Martin Brunnhuemer, Franco Ionda, Stefano Loria, Maurizio Pettini bereichern das Ausstellungsprogramm. Österreichische Künstler der Galerie stellen in Florenz aus. Eine Kooperation gibt es 1998 auch mit der Galerie Cora Hölzl in Düsseldorf. Gisela Grill hat in Düsseldorf eine sehr erfolgreiche Ausstellung.
Immer stärker wird bei beiden Galeristen die Liebe zur plastischen Kunst, zur Skulptur. Das Hauptinteresse gilt, wie bei einem Metallwarenfabrikanten nicht anders zu erwarten, der Metallskulptur.

